Herzlich Willkomen bei der HERFORDER TAFEL e.V.

Wir möchten Ihnen unsere Tafel und die Arbeit, die wir leisten, gerne einmal vorstellen.

Die Herforder Tafel  sammelt qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr verkauft werden können und sonst im Müll landen würden, und gibt diese an Bedürftige Menschen in Herford, Hiddenhausen, Enger und Spenge weiter.

Durch Geld und Sachspenden, und dem großen Einsatz unserer über 70 ehrenamtlichen Helfern können wir so über 1000 Familien, dieses entspricht  über 2500 Personen, unterstützen.

Wie ein Postbeamter zum Tafel-Helfer wurde

An der Laderampe dieses Netto-Marktes stehen Kisten mit unverkäuflichen Lebensmitteln bereit, die Werner Hengst in seinen Sprinter lädt. Wenn sich der 59-Jährige nicht für die Tafel engagiert, fiebert er bei Spielen des SC Paderborn mit und geht seinem Hobby als Sportkegler nach: Der Paderborner kegelt für die TSG Rheda in der Nordrhein-Westfalen-Liga. Foto: Althoff

Die erste Tour zu Bäckereien und Discountern haben sie schon hinter sich, als Werner Hengst (59) und sein Beifahrer Reinhold Herbstreit (63) gegen 10 Uhr mit ihrem Sprinter den Hof der Paderborner Tafel verlassen. Es geht rechts herum, in Richtung Ortsteil Sande, zum Aldi. „Mal sehen, was die heute für uns haben“, sagt Werner Hengst. „Das ist jedes Mal eine Überraschung.“

Der 59-Jährige ist einer von etwa 150 Ehrenamtlichen, die die Paderborner Tafel am Leben halten. Früher war Hengst Postbeamter. Gleich nach der Schule hatte er mit 15 Jahren seine Ausbildung begonnen – im Zustelldienst. Später wurde er Schalterbeamter, und zum Schluss organisierte er den Personaleinsatz. Da war die Post schon längst keine Behörde mehr, sondern eine AG. Und die wollte ihre letzten Beamten loswerden, so wie die Telekom und die Bahn auch. „Es gab deshalb das Angebot, ab 55 in Pension zu gehen, wenn der Arbeitsplatz wegrationalisiert werden kann und man sich zu 1000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit oder einem Jahr Bundesfreiwilligendienst verpflichtete“, erzählt der Paderborner. Das Angebot nutzte er und stieg im Mai 2021 bei der Post aus. „Ich kannte zwei Frauen, die sich bei der Tafel engagierten, und deshalb habe ich mich da gemeldet.“

 

1000 Stunden Arbeit

Drei Jahre Zeit hätte der Pensionär gehabt, um die 1000 Stunden nachzuweisen, aber Werner Hengst hatte sie bereits nach einem Jahr abgeleistet. „Es gibt so viel zu tun bei der Tafel, und die Arbeit macht ja auch Spaß“, sagt er. Deshalb blieb der alleinstehende Paderborner bei der gemeinnützigen Einrichtung und arbeitet dort als Fahrer – drei oder vier Mal in der Woche, von 7.30 bis 13.30 Uhr.

Obst noch gut

Die beiden Männer haben den Aldi erreicht, und Werner Hengst steuert den Transporter rückwärts an die Laderampe. Dort stehen die Lebensmittelspenden in schwarzen Kunststoffkisten bereit. Orangen, Spitzpaprika, Bananen, Brokkoli und ein großer Plastiksack mit Brot und Brötchen. Das Obst sieht sehr gut aus, aber wenn in einem Beutel Orangen eine faule Frucht steckt, ist die ganze Packung unverkäuflich. In zwei Stunden werden andere Ehrenamtler in der Zentrale der Paderborner Tafel am Bayernweg das schlechte Obst aussortieren und so die unbeschädigte Ware retten.

Reinhold Herbstreit packt die Lebensmittelspenden in Kisten der Tafel um und lädt sie in den Sprinter. „Die Ausbeute ist gut“, sagt er und erklärt, die Märkte gäben inzwischen viel weniger ab als früher. „Wegen der hohen Preise kaufen sie vorsichtiger ein, und dann bleibt natürlich auch weniger für die Tafeln übrig.“

Weiter geht‘s zum Supermarkt der britischen Streitkräfte in Paderborn, der NAAFI. Schon aus der Entfernung erkennt Werner Hengst, dass heute nichts am Hintereingang bereitsteht, und dreht ab. Jetzt geht es nach Hövelhof, zu Lidl, Aldi und Netto. Die Route führt an einem Edeka-Markt vorbei, den Werner Hengst aber links liegen lässt. „Der spendet seine Lebensmittel an die Hilfseinrichtung der Kolpingfamilie“, sagt der 59-Jährige.

 

4800 Tafelkunden

4800 bedürftige Menschen unterstützt die Paderborner Tafel jede Woche. An zwölf Ausgabestellen im Kreisgebiet bekommen die Kunden Lebensmittel, für die sie pauschal 2,50 Euro pro erwachsenem Haushaltsmitglied bezahlen müssen. „Die Nachfrage ist so groß, dass wir einen Aufnahmestopp verhängen mussten“, sagt Tafel-Geschäftsführer Wolfgang Hildesheim (68). „Erst im Februar können sich wieder neue Bedürftige bei uns melden.“

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Ansturm auf die Tafeln: Ihre Spende hilft!

Uwe Grühl ist bei der Herforder Tafel für die Logistik verantwortlich. Er freut sich über Äpfel, die Bürger gespendet haben Foto: Christian Althoff

WESTFALEN-BLATT-Weihnachtsaktion unterstützt die Organisationen in OWL

Es ist eine gute Tradition, dass diese Zeitung alljährlich Mitte November ihre Weihnachtsspendenaktion beginnt. So ist es auch in diesem Jahr, und doch ist diesmal vieles anders.

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

In den vergangenen Jahrzehnten kam das Geld, das viele von Ihnen gespendet haben, immer kleinen Gruppen unserer Gesellschaft zugute. Familien mit geistig behinderten Kindern etwa, wenn wir Ihre Spenden an die Andreas-Gärtner-Stiftung weitergeleitet haben. Oder Familien, die ein herzkrankes Kind haben, wenn Ihre Spenden an das McDonald‘s-Elternhaus in Bad Oeynhausen gingen.

Diesmal wird das anders sein. Es ist kein Jahr wie jedes andere, das spürt jeder von uns, auch finanziell. Getrieben von den Energiekosten steigen die Preise fürs Essen in einem in Deutschland kaum gekannten Maß. Viele Menschen, die es bisher irgendwie durch den Monat geschafft haben, stehen seit Wochen vor ungeahnten Herausforderungen.

Der Landesverband der Tafeln in Nordrhein-Westfalen hat uns berichtet, dass die 172 Tafeln in Nordrhein-Westfalen inzwischen regelmäßig etwa 500.000 Menschen helfen. Das sind fast doppelt so viele wie noch zu Jahresbeginn. Das ist keine kleine gesellschaftliche Gruppe mehr, die Hilfe braucht, das sind tausende Familien. Und deshalb haben sich Redaktion und Verlag entschieden, Sie in diesen Jahr um Spenden für die Tafeln in Ostwestfalen-Lippe zu bitten. Die Tafeln sind gemeinnützig. Sie werden von tausenden Ehrenamtlichen betrieben, und sie finanzieren sich durch den Obolus, den ihre Kunden dort lassen – in der Regel ein, zwei oder drei Euro pro Einkauf. Und von Spenden.

Tafeln können kaum sparen: Sie brauchen Sprit, um mit ihren Kühltransportern die Lebensmittel abzuholen. Sie brauchen Strom, um ihre Kühlschränke und Kühltruhen in Betrieb zu halten. Und manche brauchen Geld, um die Entsorgung der vielen verdorbenen Lebensmittel zu bezahlen, die sich natürlich auch in den Lebensmittelspenden finden.

Die Tafeln und damit ungezählte Familien zu unterstützen war vielleicht nie wichtiger als in diesem Winter. Deshalb bitten wir Sie: Helfen Sie, wenn Sie es können. Jede Spende, und sei sie noch so klein, hilft, den Betrieb der Tafeln zu sichern.

 

Hier können Sie spenden:

Um die Tafeln in OWL zu unterstützen, nutzen Sie bitte das Spendenkonto DE 03 4306 0967 4061 8358 00 Stichwort „Leserspende“. Für eine Spendenquittung tragen Sie bitte Ihre Adresse unter Verwendungszweck mit ein. Spenden sind auch über Paypal möglich: spenden@tafeln-nrw.de Bei Fragen helfen wir unter 0521/585-254.

Auch wenn es die Aufgabe des Staates sein sollte, bei allen Bedürftigen für genügend Essen zu sorgen: Dies ist nicht die Zeit für Debatten. Dies ist die Zeit, in der geholfen werden muss.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

 

Manchmal die letzte Chance, satt zu werden

Hochbetrieb bei der Tafel in Herford: Ein Transporter hat die erste Lebensmittellieferung an diesem Morgen gebracht. Die Ehrenamtlichen stehen bereit, um verdorbenes Obst und Gemüse auszusortieren und die Waren für die Ausgabe am Nachmittag vorzubereiten. Die Herforder Tafel mit ihren fünf Ausgabestellen im Kreis habe etwa 2500 Kunden, sagt die Vorsitzende Barbara Beckmann. Foto: Christian Althoff
Die NRW-Tafel-Vorsitzende Evi Kannemann, Schatzmeister Hartwig Szymiczek und Landesverbands-Sprecherin Petra Jung arbeiten ehrenamtlich. Foto: Christian Althoff

Seit Jahresbeginn hat sich in NRW die Zahl der Tafel-Kunden fast verdoppelt

Neuss - Lebensmittel im großen Stil vor der Mülldeponie zu retten und sie Bedürftigen zu geben – das sind die Ziele der gemeinnützigen Tafeln, und immer mehr Menschen sind auf diese Einrichtungen angewiesen. Doch die Lebensmittelspenden sind nicht mehr so üppig wie noch vor Monaten.

„Die Energiekrise mit ihren Preissteigerungen trifft natürlich auch die Händler. Und wenn sie früher Waren mit ablaufendem Haltbarkeitsdatum an die Tafeln abgegeben haben, versuchen sie jetzt oft, die Produkte mit drastischen Preissenkungen doch noch zu verkaufen“, sagt Evi Kannemann. Die 61-Jährige ist kommissarische Vorsitzende des Landesverbandes „Tafel Nordrhein-Westfalen“ in Neuss. Der ehrenamtlich arbeitende Verband unterstützt die Tafeln in Nordrhein-Westfalen durch die Akquise, Koordinierung und Logistik großer Spenden, die sattelschlepperweise von einigen Sponsoren aus der Lebensmittelindustrie zu den sieben Verteilerzentren in NRW kommen. Außerdem vertritt der Landesverband die Tafeln durch Lobbyarbeit in der Landeshauptstadt. Die 172 Tafeln in NRW betreiben etwa 500 Ausgabestellen und sind unterschiedlich organisiert „Eine Hälfte wird von Wohlfahrtsorganisationen wie der Diakonie, der Caritas oder der AWO betrieben, die andere von Ehrenamtlern in der Form von Vereinen“, sagt Hartwig Szymiczek (60), Schatzmeister beim Verein „Tafel Nordrhein-Westfalen“. Landesweit engagieren sich 12.600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. „Vor allem Frauen ab 60“, sagt Evi Kannemann. „Wie anderen Organisationen fehlt auch uns der Nachwuchs.“

Die Freiwilligen haben mehr als genug zu tun und keine Zeit, auch noch Statistiken zu führen. Aber in Neuss geht man davon aus, dass die Tafeln in NRW inzwischen regelmäßig etwa 500.000 Menschen unterstützen – fast doppelt so viele wie noch zu Jahresbeginn. „Die meisten von ihnen kämen sonst nicht über die Runden“, sagt Sprecherin Petra Jung (63).

Landesweit engagieren sich 12.600 ehrenamtliche Helfer

Einen Tafel-Verein zu betreiben sei eine enorme organisatorische Herausforderung, nicht nur was die Personalplanung der Ehrenamtlichen angehe, sagt die Sprecherin. „Die Lebensmittel müssen aus den Läden abgeholt werden, wobei der Handel die Zeiten vorgibt. Das kann auch schonmal ganz früh morgens sein. Trotzdem müssen Touren ökonomisch geplant werden, damit wir nicht zu viel Sprit verfahren.“ Anschließend werde die Ware ausgeladen, kontrolliert und Verdorbenes aussortiert. Milchprodukte würden in Kühlschränke oder Kühlräume gepackt, Gefrierkost in Truhen, der Rest komme in Regale.

Wann und wie die Lebensmittel ausgegeben würden, entscheide jede Tafel selbst. „Das hängt auch von der Zahl der Freiwilligen und der örtlichen Gegebenheiten ab. Manche können nur einmal in der Woche öffnen und räumen dann Tische und Kühltruhen ins Gemeindehaus. Andere haben eigene Räume und öffnen an sechs Tagen“, sagt Evi Kannemann. Auch die Ausgabe unterscheide sich, ergänzt Petra Jung: „Einige Tafeln sind wie kleine Tante-Emma-Läden organisiert, andere geben vorgepackte Tüten aus. Wobei keiner etwas mitnehmen muss, was er nicht mag.“

Organisatorisch haben die Tafeln nichts mit dem Staat zu tun, und deshalb hat auch niemand einen Anspruch, Lebensmittel von ihnen zu bekommen. In der Regel geben die Einrichtungen Essen an Menschen ab, die staatliche Hilfen bekommen wie Wohngeld, Grundsicherung, Hartz IV. „Aber auch an Aufstocker, bei denen das Geld einfach nicht reicht, um die Familie satt zu bekommen“, sagt Evi Kannemann.

Wer staatliche Unterstützung und die Zahl der in seinem Haushalt lebenden Menschen nachweist, bekommt von den Tafeln einen Ausweis, mit dem er dort einkaufen kann – meistens einmal pro Woche. „Für einen kleinen Einkaufswagen voll mit Lebensmitteln im Wert von etwa 50 Euro bezahlen die Leute zwischen einem und drei Euro. Das legt jede Tafel selber fest“, sagt Hartwig Szymiczek. Diese Einnahmen seien lebenswichtig für die Vereine. Selbst eine kleine Tafel könne schnell monatliche Fixkosten von 5000 Euro haben – für Benzin, Strom, Miete, Versicherungen und Müllentsorgung. „Abfall ist ein großes Thema“, sagt Szymiczek. „Die Tafeln müssen große Mengen Lebensmittel entsorgen, die nicht mehr verwertbar sind, und die entsprechenden Unternehmen lassen sich das gut bezahlen.“ Es wäre schön, sagt der Ehrenamtliche, wenn städtische oder private Entsorgungsbetriebe die Tafeln sponsern würden, „aber das ist noch der Ausnahmefall.“ Auch bei der Kraftfahrzeugsteuer für die Transporter seien Tafeln noch immer nicht Wohlfahrtsverbänden gleichgestellt, die für Hilfsgütertransporte grüne, steuerbefreite Kennzeichen beantragen könnten.

In letzter Zeit drifteten in vielen Städten Angebot und Nachfrage bei den Tafeln auseinander, sagt Petra Jung. Die Lage habe sich nicht nur durch die massive Verteuerung von Lebensmitten verschärft, sondern auch durch die große Zahl der Ukraineflüchtlinge, die von den Tafeln unterstützt würden. „Die Belastung der Ehrenamtlichen ist vielerorts enorm. Manche sind wirklich am Limit.“

In erster Linie geben die Tafeln Gemüse und Obst aus

In erster Linie geben die Tafeln Gemüse und Obst aus, weil der Handel das loswerden möchte, bevor er es selbst teuer entsorgen muss. „Allerdings merken wird, dass die Händler wegen der hohen Gemüsepreise vorsichtiger einkaufen als früher und deshalb auch weniger für uns übrigbleibt. Das war sonst erst immer im Januar, Februar so“, sagt Evi Kannemann.

Während ältere Tafelkunden Gemüse bevorzugten, freuten sich jüngere, wenn es Pizza gebe. „Wagner hat ein großes Herz für die Tafeln und schickt uns manchmal Sattelzüge mit Tiefkühlpizzen“, sagt Evi Kannemann. Auch die dänisch-schwedische Molkereigenossenschaft Arla und Bo­frost gehörten zu den großen Unternehmen, die regelmäßig hülfen. Auch Rewe engagiere sich über die reine Abgabe von Lebensmitteln hinaus. „Rewe hat uns Zehn-Euro-Gutscheine zugesagt, die die Tafeln verteilen dürfen.“

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Um die Tafeln in OWL zu unterstützen, nutzen Sie bitte das Spendenkonto DE 03 4306 0967 4061 8358 00 Stichwort „Leserspende“. Für eine Spendenquittung tragen Sie bitte Ihre Adresse unter Verwendungszweck mit ein. Spenden sind auch über Paypal möglich: spenden@tafeln-nrw.de

Weil große Spendenlieferungen aus der Industrie verteilt werden müssen, gibt es in Nordrhein-Westfalen sieben Regionallager, die die Tafeln um sie herum versorgen. Eines ist in Gütersloh und beliefert von dort die Tafeln in Ostwestfalen-Lippe – manchmal auch mit ganz ungewöhnlichen Waren. Evi Kannemann: „Lego hat uns 200 Paletten versprochen, die noch vor Weihnachten an die Tafeln gehen sollen. Eine tolle Idee, um vielen tausend Kindern eine Freude zu machen.“ie NRW-Tafel-Vorsitzende Evi Kannemann, Schatzmeister Hartwig Szymiczek und Landesverbands-Sprecherin Petra Jung arbeiten ehrenamtlich.

Dem Winter sehen die Tafeln, die von ihren Einnahmen und Geldspenden leben, mit Sorge entgegen. „Die hohen Strom- und Heizkosten sind eine große Belastung“, sagt Hartwig Szymiczek. „Wenn eine Tafel die nicht stemmen kann, muss sie schließen – und davon wären unter Umständen hunderte Familien betroffen.“ Es sei gut, dass Sozialminister Karl-Josef Laumann den Winter über jede Tafel mit 1500 Euro im Monat unterstütze, aber das werde vielerorts nicht reichen. Evi Kannemann: „Die Tafeln freuen sich deshalb über jeden Euro, der gespendet wird. Er hilft Familien und Alleinstehenden, die unsere Hilfe wirklich brauchen.“

Spenden für Tafel und Mittagstisch Lions Club Herford Radewiga übergibt jeweils 3.000 Euro - weiterhin Aufnahmestopp bei der Herforder Tafel

HERFORD (HK). Eine Spende in Höhe von je 3.000 Euro hat der Lions Club Herford Radewiga an die Herforder Tafel und den Herforder Mittagstisch übergeben. Dass die Spende gerade zur rechten Zeit komme, machten Vertreter beider Vereine deutlich. So gibt es bei der Herforder Tafel weiterhin einen Aufnahmestopp, wie die Vereinsvorsitzende Barbara Beckmann betont. Die Tafel verteilt an verschiedenen Stellen im Kreisgebiet Lebensmittel, die sie zuvor gespendet bekommen hat. 2500 Kunden werden so versorgt. Berücksichtigt werden kann derzeit nur, wer bei der Tafel bereits erfasst ist. Neukunden können nicht mehr aufgenommen werden, so Beckmann. Denn seit dem Angriffskrieg Putins auf die Ukraine melden sich vermehrt auch Menschen, die aus dem Kriegsgebiet in den Kreis Herford geflüchtet sind, bei der Tafel. Die Lebensmittelspenden seien nicht zurückgegangen, „aber es werden immer mehr Leute“, sagt Beckmann. Was sie dabei ärgert: Behörden würden die Menschen teilweise an die Tafel verweisen. „Das geht nicht. Wir sind eine private Organisation“, betont Barbara Beckmann. Das Angebot der Herforder Tafel kann von jedem Menschen in Anspruch genommen werden, wenn dieser eine der folgenden sozialen Transferleistungen beziehen: ALG II (Hartz IV), soziale Grundsicherung (SGB XII), Wohngeld, kleines Einkommen/Rente mit Wohngeld oder Grundsicherung, Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz. Die Ausgabestelle hat in Herford Dienstags, Donnerstags und Freitags geöffnet, für Enger/Spenge Mittwochs und für Hiddenhausen /Kirchlengern immer Montags. Jeder Kunde kann nur einmal in der Woche vorbeikommen, um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Mehr Gäste gibt es seit einigen Monaten auch beim Herforder Mittagstisch, wie die Vorsitzende Birgit Nolte-Kristen betont. Den Mittagstisch gibt es in diesem Jahr seit 25 Jahren. Gegründet wurde der Verein 1997 als Initiative der Ev.-ref. Petri-Kirchengemeinde im Gemeindehaus der Petri-Kirche. Von Montags bis Samstags wird in den Räumen an der Hermannstraße 16 eine warme Mahlzeit serviert. Bereits ab 11.30 Uhr können Kunden sich hier ihren Kaffee abholen, gegen 12.30 Uhr wird hier das Mittagessen serviert. 50 Plätze gibt es nach den Worten der Vorsitzenden Birgit Nolte-Kristen an der Hermannstraße. Nach Vereinsangaben richtet sich das Angebot an alle, „die verarmt sind oder kein Zuhause haben und einen Ort der Hilfe, der Begegnung und des Gesprächs“ suchen. Gerade dieser soziale Kontakt ist für Pfarrer Bode Ries besonders wichtig. „Es ist ein Ort, an dem sich Menschen austauschen können. Ich erlebe dort auch eine große Dankbarkeit dafür, dass es uns gibt“, sagte der Pfarrer der Petri-Kirchengemeinde

Wie die Post die Tafel unterstützt

Seit Jahren schon engagiert sich die Deutsche Post DHL Group beim internationalen Global Volunteer Day (GVD). Mitarbeiter leisten für einen bestimmten Zeitraum ehrenamtliche Arbeit in einem gemeinnützigen Projekt. Die Herforder Niederlassung hat sich in diesem Jahr für die Unterstützung der Herforder Tafel am Benter Weg entschieden und einen Blick über den Tellerrand gewagt. Eine Woche lang haben zwei Mitarbeiter der Post dort mitgearbeitet. Das freut die erste Vorsitzende der Herforder Tafel, Barbara Beckmann, denn die Arbeit vor Ort wird nicht weniger – im Gegenteil. Helfende Hände werden immer benötigt. Beckmann: „Sie haben sich nicht geschont, sondern richtig Gas gegeben.“ Die Arbeit vor Ort ist abwechslungsreich: Es gilt, Spender anzufahren, die Lebensmittel abzuholen und in der Zentrale dann entsprechend zu sortieren und für die Ausgabe vorzubereiten. Hier greifen täglich viele Rädchen ineinander, damit das zeitlich und logistisch zu stemmen ist. Jörg Brotzki ist einer der Post-Mitarbeiter, der die Herforder Tafel in der Aktionswoche unterstützt hat. Er ist eigentlich Seniorsachbearbeiter, seine freiwillige Mitarbeit hat bei ihm tiefe Eindrücke hinterlassen: „Wie professionell hier gearbeitet wird, hat mich beeindruckt“, sagt er. Er fuhr täglich rund 15 Supermärkte an, nahm die Lebensmittelspenden entgegen, um sie dann fix im Kühlbulli zu verstauen und zum nächsten Supermarkt zu fahren. Viel Zeit für eine Pause bleibt da nicht, die Routen sind zeitlich eng getaktet. Überrascht war er von der Frische und Qualität der Lebensmittel: „Bedenkt man, dass die Lebensmittel normalerweise entsorgt würden, dann kann man einfach nur den Kopf schütteln“, findet er. Der Gesellschaft etwas zurückgeben „Die meisten Waren sind tatsächlich wie frisch aus dem Regal“, das habe er sich anders vorgestellt. Immerhin erhält die Tafel in der Regel Ware, die in den Geschäften nicht mehr verkauft werden sollen. Teils, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum in Kürze überschritten wird, oder aber das Obst hier und da aus der Form geraten und nicht mehr so perfekt aussieht, wie sich der Kunde das vorstellt. Qualitativ seien hier keine Abstriche zu machen, zumal auch die Kühlketten nicht unterbrochen würden. Sein Kollege Thomas Bluhmler bestätigt die Beobachtungen. Und erinnert sich an seine Kindheit: „Ich stamme aus einer Familie mit acht Kindern, da war das Geld knapp. Schaut man sich an, was heute alles weggeworfen wird, so macht einen das traurig.“ Er hat an dem Global Volunteer Day teilgenommen, weil er der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte. „Dass Menschen zu wenig Geld haben, um sich Grundnahrungsmittel zu kaufen, geht mir wirklich nah.“ Die Herforder Tafel sei daher eine wichtige Einrichtung, die es zu unterstützen gilt. Die beiden Postler wollten es bei der ehrenamtlichen Hilfe aber nicht belassen – so beeindruckt waren sie von der Arbeit des Teams um Barbara Beckmann. „Wir haben dann kurzerhand in unserer Zentrale in Bonn nachgefragt, ob wir nicht noch etwas spenden könnten“, verrät Jörg Brotzki. Eine Sachspende sollte es sein, etwas, mit dem den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Tafel die Arbeit ein wenig erleichtert werden könnte. Schnell einigte man sich auf hochmoderne Arbeitsschuhe, die das bisherige vorgeschriebene Schuhwerk nun ersetzen werden. „Das ist eine große Erleichterung“, sagt Beckmann, als sie 13 Paar dieser Schuhe im Wert von mehr als 1.000 Euro entgegen nimmt. Doch das sollte nicht die letzte Spende sein, denn plötzlich stehen auch Vertreter des Johannes-Falk-Hauses mit einigen ihrer Schützlinge vor der Tür am Benter Weg. In einem vorgezogenen Erntedank-Gottesdienst haben Eltern und Kinder der Unter- und Mittelstufe unter Leitung von Sonderpädagogin Christiane Hüsemann und Pastor Christhard Greiling Lebensmittel gesammelt, um sie der Herforder Tafel zur Verfügung zu stellen. „Diese Unterstützung zu erfahren tut verdammt gut“, sagt Barbara Beckmann und bedankt sich bei den Spendern von ganzem Herzen. „Wenn wir nun noch ein paar Freiwillige mehr bekommen würden, dann wäre das klasse“, sagt sie. Wer sich als „Bufdi“ (im Bundesfreiwilligendienst betätigen sich Menschen für das Allgemeinwohl) bei der Herforder Tafel engagieren möchte kann eine Mail schreiben an: info@herforder-tafel.de.

Landrat Jürgen Müller besucht die Herforder Tafel

Auf Einladung der Vereinsvorsitzenden Barbara Beckmann stattete Herfords Landrat Jürgen Müller am Dienstag, den 30. August der Herforder Tafel einen Besuch ab, um sich selbst ein Bild von der Arbeitswelt unserer Tafel zu machen. Zunächst brachte ihn Frau Beckmann auf den aktuellen Stand der Tafelarbeit in Herford. Im Anschluss lernte der Landrat Jürgen Müller während eines Rundgangs die Herforder Tafel sowie ihre Mitarbeiter persönlich kennen. Vom Wareneingang über die Sortierung bis zur Ausgabe konnte sich der Landrat über die verschiedenen Aufgabenbereiche informieren. Der Landrat Jürgen Müller sicherte der Herforder Tafel auch für die Zukunft seine Unterstützung zu.

Neue Schultaschen

Die erste eigene Schultasche ist etwas Besonderes für jedes Kind! Der Verein "GTK Scotti Kinderglück" übergab 11 bunte Schulranzen-Sets an Barbara Beckmann und Uwe Grühl von der Herforder Tafel. Zu den Ranzen dazu gibt es auch noch die passenden Sportbeutel, jeweils ein Etui mit Stiften, Lineal, Radiergummi, Anspitzer, etc. und ein Schlampermäppchen. Nach den Ferien zum Schulstart werden die Sachen dringend gebraucht. Schulmaterialien sind teuer und überfordern viele Familien finanziell. Darum verteilt "GTK Scotti Kinderglück" jedes Jahr Schulranzen und Schulbedarf u.a. zusammen mit der Herforder Tafel e.V. an Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können. Bei der Übergabe wurde auch gleich über weitere gemeinsame Projekte gesprochen.

Ukraine-Geflüchtete: Tafeln kritisieren unzureichende Hilfe

Die Tafeln in Deutschland werfen den Behörden vor, ukrainischen Kriegsflüchtlingen teilweise zu wenig direkte Unterstützung zu geben. "Es kann nicht sein, dass Behörden auch im vierten Monat des Krieges Geflüchtete immer noch an die Tafeln verweisen, statt selbst helfen zu können", sagte der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Jochen Brühl, der Deutschen Presse-Agentur. Einige Sozialämter schickten Geflüchtete direkt ohne vorherige Absprache zu den Tafeln, sagte Brühl. Andere würden den Menschen bis zur Auszahlung der ihnen zustehenden Sozialleistungen direkt helfen - etwa mit Geld oder Lebensmittelgutscheinen. Die Tafeln selbst könnten nur "überbrückend und ergänzend" unterstützen. "Wir helfen in Krisensituationen nach Kräften, aber wir können nicht die erste und einzige Anlaufstelle sein", betonte Brühl. Verwiesen die Ämter die Menschen direkt an die Tafeln, dann entstehe das Missverständnis, sie seien dafür zuständig, von Armut betroffene Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Tafeln seien aber ein freiwilliges Zusatzangebot, keine staatliche Einrichtung. Auch das Bundessozialministerium nannte die Tafeln auf Anfrage ein "ergänzendes, karikatives Angebot der Zivilgesellschaft an Menschen mit finanziellen Problemen". Dies gelte auch für Geflüchtete aus der Ukraine. Sie erhielten seit 1. Juni Zugang zur Mindestsicherung nach Sozialgesetzbuch II. Zudem seien Tafeln aber Orte der Begegnung, so das Ministerium weiter. Deshalb werde auch ein Projekt der Tafeln unterstützt, bei dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Gespräche geschult werden sollen. Sie sollen laut Ministerium mit den Menschen sprechen, die nach Lebensmitteln fragen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten die Betroffenen dadurch besser auf Sozialleistungsansprüche hinweisen und sie unterstützen können. "Die tatsächliche Inanspruchnahme bestehender Sozialleistungsansprüche trägt letztlich auch zur Entlastung der Tafeln bei", so die Ministeriumssprecherin. Viele Tafeln haben bundesweit zuletzt aufgrund des Ukraine-Kriegs, der steigenden Lebensmittelpreise und der höheren Energiekosten einen hohen Zulauf erlebt. Etliche hätten deswegen bereits Aufnahmestopps verhängt.

Erneuter Einbruch in der Herforder Tafel

Aufgrund eines erneuten Einbruchs und der damit verbundenen, erheblichen Sachbeschädigung muss die Herforder Tafel in dieser Woche leider geschlossen bleiben.

Auch die Ausgabestellen in Enger, Spenge und Hiddenhausen sind von der Schließung betroffen. Der Lieferdienst für Senioren und Rentner kann in dieser Woche ebenfalls nicht durchgeführt werden.

Einbruch in Bürocontainer- Geldkassette mitgenommen

Herford (ots) - (sls) Eine böse Überraschung erlebte ein Mitarbeiter der Herforder Tafel am Donnerstagmorgen (24.2.) am Benter Weg in Herford.

Als er gegen 06.25 Uhr die Arbeit aufnehmen wollte, bemerkte er, dass in den Bürocontainer direkt neben dem Hauptgebäude der Herforder Tafel eingebrochen wurde. Nach bisherigen Ermittlungen schoben unbekannte Täter die Rollladen einer anliegenden Tür hoch und schlugen die dahinter liegende Scheibe ein. Im Inneren wurden durch die Unbekannten diverse Schränke und Schubladen durchsucht. Daraus entwendeten sie eine schwarze Geldkassette mit einem noch unbekannten Geldbetrag.

Anschließend flüchteten die Täter durch eine seitliche Terrassentür in unbekannte Richtung. Die Kriminalpolizei hat die Spurensicherung aufgenommen und bittet Zeugen, die Hinweise zum Einbruch geben können, sich unter der Telefonnummer 05221-8880 zu melden.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Herford Pressestelle Herford

Telefon: 05221 888 1250

E-Mail: pressestelle.herford@polizei.nrw.de

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Herford, übermittelt durch news aktuell

Jörg Pilawa, Botschafter der Tafeln, dankt Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz

Die Tafelakademie hat einen Imagefilm produzieren lassen, um für neue Bundesfreiwillige zu werben.
Der Film wurde bei der Herforder Tafel e.V. gedreht.

Zum Film.

Die Herforder Tafel sucht  ehrenamtliche Mitarbeiter für die Mittagsausgabe und Interessenten für die noch freien Bundesfreiwilligen-Stellen.

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